2010/12/11

Titikakasee

10./11.12.2010

Nach einer weiteren Pizza am Abend des 09.12. (musste eben selber erst noch einmal lesen, wann wir wo waren), ging es am 10.12. frueh mit einem kleinen Boot zu einer 3h-igen Fahrt ueber den Titikakasee zu der Isla Taquile wo wir in ueber 4000m Hoehe Lunch und einen Wahnsinnsausblick auf den Titikakasee hatten. Anschliessend ging es auf die Isla Amantani wo wir in Kleingruppen (also in unserem Fall Andre und ich) einer Familie zugeteilt wurden. Diese Familien sprechen Quechua und ein wenig Spanisch. Mit unseren wenigen Spanischkenntnissen waren wir schon nach zwei Minuten am Ende jeglicher Konversation und so war es etwas befremdlich sich in einer fremden Familie zu befinden. Gluecklicherweise ging es dann gleich zum Fussball gegen eine andere Tourigruppe, welches wir gewannen. Andre hat sogar ein Tor geschossen :-) (hier moechte der Andre mal einhaken: Es war mein erstes, jemals in einem Fussballspiel erzieltes Tor - doch es war in Weltklassemanier das 4:3 und somit der alles entscheidende Entstand ! Danach war der Widerstand des Gegners gebrochen und ich konnte den Torwart auslachen, da mein Tor genau zwischen seine Beine ging.. wie Klose beim 4:0 gegen Australien bei der WM .. oder so ;) !! ). Nach dem Abendessen (wir durften am Tisch sitzen und luden die beiden Soehne mit ein, die Mama isst traditionell alleine in der Kueche) wurden wir mit Hut und Poncho ausgestattet und machten uns mit Stirnlampe ausgeruestet zum Gemeinschaftshaus in dem fuer uns eine Party gegeben wurde. So tantzten wir haendchenhaltend mit unserer Mama und im grossen Kreis mit allen Anwesenden. Sehr interessanter Abend. Vor allem sehr anstrengend, in 4000m Hoehe diesen Reigentanz alle 5 Minuten zu vollfuehren. Nach Rueckweg durch die Dunkelheit gingen wir direkt ins Bett und waren froh ein echt gemuetliches und warmes Bett zu haben. Das Klo ist naemlich noch eine Art Plumpsklo hinterm Schafstall. Der Schlaf war von kurzer Dauer, denn es regnete heftig in dieser Nacht und wenn man direkt unterm Wellblechdach schlaeft hoert man das - das war mehr als laut !! Sogar ich wurde wach!. Heute morgen gab es dann Pancakes mit Erdbeermarmelade und nach Verabschiedung von den Mamas fuhren wir zu den Islas Flotantes der Urus, wo wir nach einer kleinen Geschichtserzaehlung noch eine Minibootfahrt in einem der traditionellen Boote machten. Auf unserem eigentlichen Boot gab es dann einen Minilunch mit so etwas wie den Fladenbroten mit Guacamole, Schinken und Kaese. Jetzt sind wir wieder in Puno und wollen gleich die Stufen zum Kondordenkmal hochklettern. Das wird eine sportliche Anstrengung ... sechshundertirgendwas Stufen .. und wir befinden uns immer noch auf 4000m Hoehe .. Naja, derjenige, der stehen bleibt von uns beiden, berichtet dann, wie es dem anderen geht ;) ...

2010/12/10

Puno

09.12.2010
Nach einer ca. 6h-igen Busfahrt aus dem Colca Canyon ging es heute nach Puno. Andre gehts echt mies, er liegt noch oben im Bett und ruht sich aus. Nach Lunch hier in Puno waren Liz, Rob und ich ein wenig unterwegs in Puno zum Ufer des Titikakasees. Dann gab es heftigen Sturzregen und wir sind in ein Restaurant um einen Kaffee zu trinken. Dort haben wir cafe con leche bestellt. Es sollte wohl eher leche con caffee heissen, denn Rob und ich bekamen jeweils eine Tasse heisse Milch und dazu ein Glas Nespresso Pulver und noch dazu Decaf :D Dabei haben wir uns ueber die leicht unterschiedlichen Gewohnheiten zu Weihnachten in Australien, UK und Deutschland ausgetauscht. Jetzt ist gleich schon wieder Dinnertime, diesmal ohne jegliche Orga und Verabredung, wir sind also frei in der Wahl des Restaurants und der Speisen ... Wobei fuer Andre wird es wohl eher nix werden mit essen, mirgeht es gluecklicherweise schon wieder besser. In der Reisegruppe hat es nun fast die Haelfte mit irgendwelchen Kleinigkeiten erwischt. Ob es an der Nahrung liegt oder an der Hoehenluft oder an irgendetwas anderem: keine Ahnung.

Morgen geht es dann zu den Inseln, der Isla Taquile und den Islas Flotantes wo wir eine Nacht bei einer Familie verbingen werden fuer die wir heute Geschenke in Form von Zahnbuersten, Zahnpasta, Reis, Toilettenpapier Buntstiften gemacht haben. Suessigkeiten und Geld sind explizit verboten als Geschenk. Bin mal gespannt wie touristisch das wird ...

Colca Canyon

07./08.12.2010
Von Arequipa aus sind wir in den Colca Canyon gefahren und gegen Mittag angekommen. Nach Lunch im kleinen aber feinen Hotel Mamayacchi ginbg es auf eine erst Wanderung in rund 3600m Hoehe. Am Abend ging es mir (Alex) dann schon schlecht, aber am naechsten Morgen war alles noch schlimmer. Zeit fuer eine Ibuprofen 400 und dann ging es auch schnell besser. Aufstehen war 5 Uhr und dann ging es zum Cruz del Condor einer Aussichtsplattform von der man ganz gut die Kondore sehen koennen soll. Ja, leider gab es an diesem morgen keine - trotz den 1,5 h warten. Den Rueckweg von dort oben haben wir per Mountainbike zurueckgelegt, was sehr lustig aber teilweise auch anstrengend war. Die hintere Fahrradgruppe um Liz, Paul, Ruben und mich hat zeitweise ganz gut gesungen, was ohne Musik schon echt schwer ist ;-) Nach der Fahrradtour war es erst Mittag und so gings zum Lunch in einen kleinen Ort dessen Namen ich schon wieder vergessen habe. Dort war auch eine Art Festival zum Gedenken einer Heiligen und so gab es viele bunte Einheimische zu bestaunen. Am Nachmittag ging es dann nach Chivay in die heissen Thermalbaeder zum 1,5h-igen Chillen in den 38 Grad warmen Pool. An diesem Abend fing Andre dann an etwas zu kraenkeln ...

2010/12/06

Arequipa

06.12.2010
Hui .. na das war eine (Tor)Tour .. ! 10h Busfahrt auf 2300m Hoehe sind normalerweise vielleicht nicht so schwer - aber man bedenke die peruanischen Strassenverhaeltnisse und die Tatsache, dass Wege hinauf meist sehr kurvig sind und als Serpentinen verlaufen .. jaha ! Das widerum hatte unmittelbare Auswirkungen auf den gefuehlten Reisekomfort. Solange der Bus noch stand, war alles schick: obere Etage, ganz vorne = meiste Beinfreiheit fuer mich (achja, Andre hier !) .. dazu eine Decke fuer die Nacht .. sollte alles kein Problem sein, bin ja schon schlechter gereist. Doch dann setzten wir uns in Bewegung.. und die Strasse nahm jeglich Komfort vom Bus: links, rechts, links, rechts .. Schlagloch, Ueberholmanoever, Schlagloch, Ruettelpflaster ... Oh. Mein. Gott. Alex hat das wie immer nichts ausgemacht - der war schon nach 2 Minuten im Reich der Traeume. Aber ich war abwechselnd damit bescheftigt, nicht vom Sitz zu fallen, die Gardinen zuzuziehen um die waghalsigen Ueberholmanoever auf den kurvenreichen Strassen nicht sehen zu muessen, und meine Beine zu sortieren um eine halbwegs einzuhaltende Sitzposition zu finden ..

Irgendwie hab ich das dann jedoch zumindest ansatzweise hingekriegt .. und irgendwann heute morgen gegen 7 Uhr weckte uns die freundliche - einzig spanisch sprechende - Busbesatzungsdame mit lauter Musik. Hurra. Doch die Sonne schien, es wurde ein Film ("Grown ups", wenigstens englische Untertitel) eingeschmissen, und bald darauf ein staubtrockenes Mini-Sandwich und Tee serviert. Gegen 8 Uhr erreichten wir dann Arequipa .. wie gesagt, auf 2300m Hoehe gelegen - doch ohne spuerbare Folgen fuer unsere stresserprobten Luxuskoerper ;).

Ruben hat wie immer sofort einen Bus reserviert der uns zum Hotel brachte.. Dieses sah von aussen so verdammt unscheinbar aus, von drinnen jedoch ein 3-Sterne-Haus mit sehr moderner und toller Einrichtung. Haette ich hier und vom aeusseren Erscheinungsbild her nicht erwartet, muss ich eingestehen.
So frueh am morgen war erst einmal eine kurze Dusche, Waescheservice und eine Meldung gen Heimat zu taetigen, bevor wir gegen 10 Uhr im Stadtzentrum eintrafen - puenktlich zur beginnenden Militaerparade ;).
(nun schreibt Alex). Das war echt beeindruckend. Interessanterweise waren auch die Bergwacht und die Rettungsschwimmer bei dieser Parade anwesend. Wir beide sind dann ein wenig durch die Strassen von Arequipa gezogen und haben das Leben ein wenig auf uns wirken lassen. Am Abend machte sich bei mir dann leider ein sehr schlechtes Gefuehl im Magen breit. Der Rest lies dann nicht lange auf sich warten. Also erst einmal die Immodiums einwerfen und hoffen dass es besser wird. Am naechsten Tag gabs die frisch gereinigte Waesche zurueck (ohne Suammenhang zu den Magenproblemen :D) und wir machten uns auf den Weg in den Colca Canyon.

Nazca und Fotos

05.12.2010:
Heute haben wir den ganzen Tag in Nazca und Umgebung verbracht. Am Morgen ging es erst zu den Graebern in Chauchilla und dann zu einer kleinen Toepferei (gluecklicherweise nur fuer 15 Minuten). Anschliessend sind wir zu einem Flug mit einer kleinen 7-Personen-Maschine aufgebrochen um uns die Nazca Linien von oben anzusehen. Ein wackliger Flug, ein bisschen wie Achterbahn fahren und ein Wahnsinnsblick auf diese eigenartigen Linien deren Bedeutung bis heute kaum einer kennt. Theorien vermuten Bezuege zu Sternenkunde, andere zu unterirdischen Wasserstrassen, aber bei beiden Theorien sind nur einige Bilder mit real belegbarem Bezug. Also vermutet man dass es mit Religion zu tun hat. Na ja ... Danach waren wir kurz in Nazca zum Lunch und auf der Suche nach Postkarten. War nicht leicht. Ich muss auch gleich mal alle Hoffnungen auf Postkarten zunichte machen. Man findet die Karten schon kaum und Briefmarken sind noch schwerer zu kriegen. Also: Blog lesen und Fotos gucken ;-) Ach so, apropos Fotos, Andre und ich werden die Fotos hier ablegen. Eben lagen wir noch mal am Pool und haben mit unserer Reisegruppe Pisco getrunken. Gleich gibs noch ne Happen zu Essen und dann geht es mit dem Nachtbus nach Arequipa. Bis spaeter ...

2010/12/05

Von Lima nach Nazca

03.12. - 04.12.
Heute schreibt mal der Andre ;)...

Das schoene Luxus-Hotel in Lima mussten wir ja leider gestern verlassen und es ging "schnell" zum Busbahnhof. Wobei "schnell" bei der Verkehrsdichte und dem Chaos ohne erkennbare Strassenregeln ein sehr dehnbarer Begriff ist. Letztlich hat es uns ca. 20 Minuten gebraucht, um bei "Peru Bus" vorzufahren. Auf der Fahrt dorthin in einen Randbezirk der Innenstadt wurde dann auch ziemlich schnell deutlich - und das sollte in den naechsten Minuten noch staerker werden - dass unser Viertel "Miraflores" so ueberhaupt nicht den Querschnitt der peruanischen Gesellschaft spiegelt. Das Land und die Leute sind groesstenteils sehr arm.. und dementsprechend wurden die Viertel auch dunkler und bei Nacht wohl ebenso gefaehrlicher.

Ruben, unser Tourguide, hat uns vor dem Einstieg in den oeffentlichen Fernbus noch einige Sicherheitshinweise gegeben, die Tickets besorgt, geregelt dass unser Hauptgepaeck in einem gesicherten Abteil bis zum Zielort transportiert wurde - und schon waren wir "on the road". Niemand sollte sein Handgepaeck loslassen, da es leicht gestohlen oder aufgeschlitzt werden konnte und so sassen wir da und harrten der Dinge. Lima war schon nach 5 Minuten Fahrt fast vollkommen vergessen, denn in den Vororten und Randbezirken aenderten sich Landschaft und Umgebung schlagartig: Ghetto-artige Huetten aus Holz oder Stroh am Strassenrand, kleinere Verschlaege, und dazu eine absolut karge, hellbraune Sand-Stein-Wuesten-Landschaft. So glaube ich, wird es auch an vielen Orten in den Anden direkt aussehen.

Wir haben auf der Fahrt die eine oder andere seltsame Siedlung durchfahren, wo sich wirklich saemtliches Leben einzig auf den Transitverkehr und Autoreparaturen ausrichtet.. Laut, alles hupt und ruft staendig, und Leute die offenbar nur darauf hoffen, irgendein Geschaeft mit dir machen zu koennen. Naja, nach 4 Stunden Fahrt und nach Einbruch der Dunkelheit waren wir jedenfalls am ersten Etappenziel: Pisco. Die Stadt wurde 2007 von einem Erdbeben der Staerke 8.0 zum Grossteil zerstoert oder massiv beschaedigt. Dementsprechend erschreckend sah das halbwegs erkennbare Stadtbild aus .. ueberall Steinhaufen, Haeuser im Abriss, Leerstand.. kein schoener Anblick. Und die Leute, die sich so nach Einbruch der Dunkelheit hier herum treiben, machen auch einen zwielichtigen Eindruck irgendwie. Jedenfalls galt es, mit offenen Augen das Gepaeck zu entladen, sofort in den wartenden Kleinbus einzusteigen und ab in einen Vorort (verdammt, den Namen hab ich vergessen .. irgendwas auch mit P .. ich reiche das nach ;) ) ins Hotel. Nachdem wir die Sachen dort abgestellt hatten und uns kurz orientiert hatten, hat Ruben uns erneut einen Bus organisiert, wir sind in ein Restaurant wieder hinein nach Pisco gefahren (sehr leckeres Essen!), und anschliessend ging es noch in eine Bar. Offenbar war der erste absolut erschuetternde Eindruck nich so ganz gerechtfertigt .. ;) Es wurde jedenfalls ein lustiger Abend, unsere Gruppe lernte sich noch besser kennen, und gegen Mitternacht waren auch alle wieder heil im Hotel.

Heute ging es dann dafuer sofort umso "sportlicher" weiter: Aufstehen um 06:45 ;). Ja, das klingt nicht so ganz nach Urlaub, nicht wahr? Aber wir hatten uns alle fuer eine Bootstour zu einer vorgelagerten Insel im Naturreservat (jetzt haben wir es: Die Insel hiess "Islas Ballestas" und der zugehoerige Ort Paracas) entschieden: eine Art "Mini-Galapagos-Insel" wurde uns versprochen - und wir wurden nicht enttaeuscht. Mit einem Speedboot ging es nach dem Fruehstueck auf der Sonnenterrasse mit Meerblick hinaus aufs Meer zu einer Felsinsel, auf der Millionen von Voegeln hausen. Gepaart mit Pinguinen und Seeloewen gab es hier vor allem Kormorane und Pelikane zu bestaunen, dazu Seesterne, Krabben .. und vieles mehr. Sehr beeindruckend. Und das beste: die Sonne schien uns bei ueber 20 Grad auf die Nase ;). Ein perfekter Start in den Tag also. Nach gut 1,5 Stunden waren wir wieder auf festem Boden, holten die Sachen vom Hotel ab und nach 5 Minuten kam der naechste, von Ruben organisierte Minibus (ok, also, 15 Sitzplaetze fuer 10 Leute sind nicht "mini". .) an, sammelte uns auf und fuhr uns weiter gen Sueden. Nach 45 Minuten Fahrt erreichten wir eine Pisco-Distillerie .. denn: die oertliche Spezialitaet, die es hier zu jedem Essen gibt, ist hochprozentiger Pisco-Schnaps. Nach kurzer aber ausgiebiger Verkostung und persoenlicher Fuehrung haben wir davon natuerlich eine Flasche mitgenommen .. wer weiss, wofuer diese in den naechsten Tagen noch gut ist .. ;)

Anschliessend ging es weiter im Bus .. zu einer Oase, mitten in einer riesigen Sandduenen-Landschaft gelegen. Und "riesig" heisst hier, dass die Duenen locker ueber 100 Meter gross werden! Absolut fantastisch. Hier wartete eine Sandbuggy-Tour auf uns.. 7 Leute, ein verrueckter Fahrer, ein super lautes Hoellengefaehrt - und keine Strassenregeln ;). Dazu wurden im "Kofferraum" Sandboards verstaut .. yeaha .. was fuer ein Spass .. 1,5 Stunden ging es durch die Duenen, und hier und da wurde angehalten, die Boards gewachst, und sich in die Abgruende gestuerzt .. Niemand hat sich verletzt und alle hatten einen riesigen Spass. Zu den Fotos gibt es am Ende sicherlich eine Menge Geschichten .. ;) Freut euch drauf!

Da man beim Sandboarden natuerlich ungeheuer in Kontakt mit .. nunja .. SAND kommt, war die Oase danach erst recht ein Traum: kurz in den Pool springen, vorbestelltes Mittag geniessen, und dann wieder 2h in der Sonne liegen - ach, es koennte schlimmer kommen, oder? ;) Gegen 15:30 mussten wir uns dort leider wieder auf den Weg machen - denn der Bus brachte uns nach 3 Fahrt gen Sueden vor wenigen Stunden nach Nazca. Hier sind wir nun etwas ausserhalb untergebracht und harren der Dinge, die da morgen auf uns warten: Ein Rundflug (sch*** teuer - aber man ist ja nur einmal hier .. ;) ) ueber die weltbekannten "Nazca Lines"... aber dazu sicherlich bald mehr.

So, ihr findet mich gleich entweder an der Tischtennisplatte - oder an der Bar mit etwas ... naaa ? richtig: PISCO ! Cheers und bis bald, euer Andre und Alex

2010/12/03

Reise nach Suedamerika

So, nach 3 Wochen Urlaub in der Karibik dieses Jahr, die ich voellig unkommentiert gelassen habe, habe ich beschlossen meinen Blog fuer diesen langen Urlaubstrip wieder zu nutzen.

Ich habe eine 3-monatige Auszeit vom Job genommen und werde diese 3 Monate voellig in Urlaub anlegen. Die ersten beiden Monate bin ich mit Andre in Suedamerika waehrend ich danach einen Monat mit Katrin in Indien sein werde.

Diese ersten beiden Monate fuehren Andre und mich also nach Suedamerika und dort erst 3 Wochen durch Peru, wo wir mit die Absolute Peru Tour mit GAP Adventures machen. Anschliessend geht es weiter nach Brasilien, wo wir Weihnachten und Silvester an der Copacabana in Rio de Janeiro verbringen werden, bevor wir ca 2,5 Wochen den Nordosten Brasiliens rund um Receife erkunden werden. Danach geht es fuer ein paar Tage nach Sao Paulo, Montevideo in Uruguay und dann nach Buenos Aires.

01.-03.12.2010: Die Anreise nach Lima war echt schon ein Abentuer fuer sich. Wir hatten eine Zugfahrt von Berlin nach Frankfurt geplant, welche 4 Stunden Puffer vor Abflug vorsah. Leider gab es auf der Zugstrecke einen Personenschaden und so fuhren wir einen Umweg. Der Zug endete dann schon in Fulda und wir mussten noch mal umsteigen. Statt 16 Uhr waren wir 19.40 Uhr dann am Flughfane fuer Abflug 20.05 Uhr. Das war der krasseste Sprint meines Lebens mit vollem Gepaeck auf dem Ruecken und in Winterkleidung vom Zug zum Check-in. Nach kurzem "No" wurden wir doch noch eingecheckt und sind weiter zum Gate gesprintet, sind an der Passkontrolle nach vorne gerannt und haben den Flieger auch gerade noch so bekommen! WOW ... In Sao Paulo sassen wir dann auch noch mal kurz am falschen Gate bevor ich nachfragte und feststellte, dass wir zu einem anderen Terminal muessen. Hat dann aber auch geklappt. Dort lernten wir noch einen anderen Deutschen (Martin) kennen, der uns in Lima bis zum Hotel begleitete. Leider war Martins Gepaeck aus Sao Paulo nicht mitgekommen. In Lima waren wir in einem guten Hotel Britania im Bezirk Miraflores. Gutes und etwas teureres Hotel aber genau richtig zur etwas Erholung nach ueber 30 Stunden unterwegs. Nachmittags waren wir erst beim Frisoer, damit Andre auch gut aussieht fuer die Tour und dann in der Stadt am Plaza de Armas fuer etwas Sightseeing. Am Abend lernten wir auch gleich unseren anderen 7 Mitreisenden kennen: 2 Australier, 1 Englaenderin, 1 Nordire, 3 Kanadier sowie Reuben unseren peruanischen Guide fuer die Tour mit den wir nach einem Tourbriefing auch zu Abend essen waren. Da habe ich gleich mal Ceviche probiert, ein Fischessen mit viel Zwiebel. Von den beiden Australiern und 2 Kandiern fehlt auch das Gepaeck, wir hatten also scheinbar echt Glueck ... Heute haben wir beide nach dem Fruehstueck einen Spaziergang zum Meer gemacht bevor es gleich zur 4-stuendigen Bustour nach Pisco geht. Mehr dann beim naechsten Mal ...